| .Inszenierung
"Graefenitz" |
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Sie galt als Hure, Landfremde, gar als Landverderberin: Grävenitz, die Mätresse Eberhard Ludwigs, des Herzogs von Württemberg. Von ihren damaligen politischen Gegnern geprägt, blieb dieses negative Bild bis heute bestehen. Denn die beginnende bürgerliche Öffentlichkeit wagte nicht, den Absolutismus anzugreifen. Sie meinte zwar den Herzog, trafen aber die Mätresse. Äußerst interessant ist auch die reduzierte, bildnerische Inszenierung des Projektes: ein 27 qm umfassender Kubus, einige historische Abbildungen und neutrale Kleidung. Dazu eine Klangkollage. Andreas Hoffmann - Regie, Installation, Sound 2003 zur 300 Jahrfeier des Ludwigsburger Schlosses Die bildnerische Installation besteht aus einem 3 m x 3 m großen Kubus, dessen Seiten mit Stoff bespannt sind. Im Innenraum hängen lebensgroße Schattenrisse historischer Abbildungen. Der Kubus ist von innen beleuchtet. Die Figuren bilden sich als Schatten auf der Außenwand ab. Beschallt wir der Kubus mit einer Soundcollage aus Versatzstücken von Geräuschen und Kompositionen von Niccolo Jommelli (1714 - 1774) |